Diagnose Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation - Was tun?
Prof. Dr. Katrin Bekes, Wien

Dieser Kurs findet in Berlin statt !!!
Kurs Nummer: 087
Termin: 28. / 29. August 2020 (13 - 18 Uhr und 9 - 15 Uhr)
Veranstaltungsort: Ariana Dental, Wilmerdorfer Str. 54, 10627 Berlin
Fortbildungspunkte: 12
Kursgebühr:
| DGKiZ-Mitglied: | 425,-- € |
| Nichtmitglied | 510,-- € |
Fotos: © Prof. Dr. K. Bekes, Dr. S. Dobersch, K. Halbleib, iStock
Kursbeschreibung
Seit einigen Jahren beschäftigt das gehäufte Auftreten der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) die Kinderzahnheilkunde. Dabei handelt es sich um qualitative und quantitative Veränderungen des Zahnschmelzes, welche als weiße, gelbliche oder bräunliche Opazitäten des Zahnschmelzes imponieren und meist an bleibenden Molaren und/ oder Frontzähnen aufgefunden werden. Die Frage nach den möglichen Ursachen der MIH beschäftigt nicht nur die Eltern der betroffenen Kinder, sondern seit vielen Jahren auch die zahnmedizinische Forschung, denn in Deutschland haben inzwischen je nach Altersstufe zwischen 10 und 28 % der Kinder und Jugendlichen die typischen Hypomineralisationen der im Volksmund sog. "Kreidezähne".
Es wird eine aktuelle Positionierung zum klinischen Verständnis und zur Ätiologie der MIH vorgenommen. Aktuell verfügbare nationale und internationalen Guidelines und Therapieansätze werden vorgestellt und neben der Therapie der Hypersensibilität direkte und indirekte Restaurationstechniken diskutiert.
Die Therapie der MIH richtet sich nach dem jeweiligen Ausprägungsgrad und der vorhandenen Schmerzsymptomatik. Wichtig ist es, Patienten mit MIH frühzeitig zu erfassen und einer umfassenden Betreuung zuzuführen sowie in ein engmaschiges Recall-Programm einzubinden. Der Kurs soll einen Einblick in die Diagnostik und die therapeutischen Möglichkeiten der MIH geben und eine Hilfestellung für die Praxis sein.
Es gilt, so früh wie nötig eine dauerhafte und für Patient und Behandler akzeptable Lösung zu finden. Neben den Besonderheiten beim adhäsiven Verbund mit hypomineralisiertem Schmelz wird die Technik der laborgefertigten, glasfaserverstärkten Kompositrestaurationen aus zahnärztlicher und zahntechnischer Sicht erläutert. Ein weiterer Fokus wird auf den Möglichkeiten von optischen Abdrücken und CAD/CAM gefertigten Restauration bei MIH-Zähnen liegen.
Gerne können die Teilnehmer eigene Fälle mitbringen, die dann gemeinsam besprochen und geplant werden können.
Referentin
Prof. Dr. Katrin Bekes, Wien
1997-2002 Studium der Zahnmedizin an der Universität Halle-Wittenberg
2003 Promotion
2003-2010 Wiss. Mitarbeiterin in der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie,
Sektion Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde
2010 Oberärztin
2012 Habilitation, Ernennung zur Privatdozentin
seit April 2015 Ordinarius der Abteilung für Kinderzahnheilkunde der Medizinischen Universität Wien
2008 - 2019 Generalsektretärin der DGKiZ
seit Sept. 2019 Präsidentin der DGKiZ
Kursrichtlinien
Die maximale Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kursplätze werden in der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Die Mindestteilnehmerzahl des Kurses beträgt 15 Personen. Falls die Teilnehmerzahl nicht erreicht wird, werden Sie 10 Tage vorher schriftlich informiert und bereits überwiesene Kursgebühren zurückgezahlt.
